Warmwasser mit Heizung, Wärmepumpe oder Durchlauferhitzer? So treffen Sie die richtige Entscheidung

19. Mai 2026
Warmwasser mit Heizung, Wärmepumpe oder Durchlauferhitzer? So treffen Sie die richtige Entscheidung

Wer sein Warmwasser effizient und klimafreundlich bereitstellen möchte, steht oft vor der Wahl: zentrale Warmwasserbereitung über die Heizung mit Speicher – gern auch mit Solarthermie – eine zentrale Warmwasser-Wärmepumpe oder die dezentrale Versorgung mit elektrischen Durchlauferhitzern.

Im Kern geht es um Komfort, Kosten, Platzbedarf und CO₂-Bilanz – und darum, was am besten zum jeweiligen Gebäude und Nutzungsverhalten passt.

Zentrale Warmwasserbereitung mit Heizung und Speicher

Bei der zentralen Lösung übernimmt die Heizung oder beispielsweise die Wärmepumpe die Warmwasserbereitung, das erwärmte Trinkwasser wird in einem Speicher bevorratet und über ein Rohrnetz zu den Zapfstellen verteilt. Der Warmwasserspeicher hält eine bestimmte Menge Wasser dauerhaft auf Temperatur.

Vorteile:

• Hoher Komfort, mehrere Zapfstellen können gleichzeitig mit konstanter Temperatur versorgt werden.

• In Kombination mit effizienter Heizung und guter Dämmung oft geringere laufende Kosten als bei rein elektrischen Systemen

• Sehr gute Kombinierbarkeit mit Solarthermie: Kollektoren speisen ihre Wärme in einen Speicher ein und decken so einen großen Teil des Warmwasserbedarfs mit Sonnenenergie.

• Auch können wassergeführte Kamine heutzutage sinnvoll genutzt werden

Nachteile:

• Es entstehen Speicher- und Verteilverluste, vor allem bei langen, schlecht gedämmten Leitungen

Höherer Platzbedarf für Speicher und Rohrleitungen sowie höhere Anfangsinvestition

• Bei großen Speichern und zu niedrigen Temperaturen besteht ein Legionellenrisiko, weshalb in zentralen Anlagen in der Regel 60 °C empfohlen werden.

Zentrale Versorgung mit Warmwasser-Wärmepumpe

In Ein- und kleinen Mehrfamilienhäusern kann auch eine Warmwasser-Wärmepumpe die zentrale Warmwasserversorgung für alle Zapfstellen übernehmen. Das Gerät steht zum Beispiel im Keller oder Hauswirtschaftsraum, bereitet das Wasser im eingebauten Speicher auf die gewünschte Temperatur auf und verteilt es über ein Rohrnetz ähnlich wie ein klassischer Warmwasserspeicher.

Vorteile:

• Sehr hohe Effizienz, da die Wärmepumpe Umweltwärme nutzt und so je nach Ausführung bis zu rund 70% Strom gegenüber rein elektrischen Systemen einsparen kann

• Funktioniert unabhängig von der Heizungsanlage und eignet sich daher besonders bei Heizungsmodernisierungen, wenn die alte Heizung vorerst weiterläuft, das Warmwasser aber schon effizienter bereitet werden soll

• Gute Kombinierbarkeit mit Photovoltaik: Tagsüber erzeugter Solarstrom kann direkt zum Betrieb der Warmwasser-Wärmepumpe genutzt werden, was Kosten und CO₂-Emissionen weiter senkt

• Mit der Nutzung der Raumluft (Umluftprinzip) entsteht zusätzlich eine Entfeuchtung der Raumluft, was in Kellerräumen Vorteile bringen kann (Feuchtigkeitsproblem) oder in Waschräumen

• In Kombination mit einer Wärmepumpe für die Heizungsanlage kann die Wärmepumpe im Sommer komplett ausgeschaltet werden, da die Warmwasser-Wärmepumpe den warmwasserbedarf deckt

Nachteile:

• Wie bei jeder zentralen Lösung entstehen Speicher- und Verteilverluste, insbesondere bei langen Leitungen oder schlechter Dämmung

• Es ist ein gewisser Platzbedarf für das Gerät mit integriertem Speicher erforderlich, ähnlich wie bei einem klassischen Warmwasserspeicher. Auch muss bei der Aufstellung auf das passende Raumvolumen geachtet werden.

• Für einen durchgängig hohen Komfort bei mehreren gleichzeitig genutzten Zapfstellen muss die Anlage passend zur Haushaltsgröße dimensioniert werden.

Elektrische Durchlauferhitzer: Warmwasser direkt an der Zapfstelle

Elektrische Durchlauferhitzer erwärmen das Wasser erst beim Durchfließen, also genau dann, wenn Sie den Hahn öffnen. Das Gerät sitzt üblicherweise direkt an oder in der Nähe der Zapfstelle, ein Warmwasserspeicher ist nicht nötig.

Vorteile:

Keine Speicherverluste und kaum Leitungsverluste, da das Wasser nur bei Bedarf und sehr nah an der Entnahmestelle erhitzt wird

Geringer Platzbedarf und einfache Nachrüstung, etwa in Wohnungen oder einzelnen Bädern ohne zentrale Warmwasserversorgung

Hygienisch unkritisch, weil kein stehendes warmes Wasser bevorratet wird

Nachteile:

Hohe elektrische Anschlussleistung und – je nach Strompreis – deutlich höhere Kosten pro Kilowattstunde Wärme als bei effizienter zentraler Versorgung

• Vor der Installation muss geprüft werden, ob der elektrische Hausanschluss ausreicht und wie der elektrische Anschluss realisiert wird (insbesondere im Bestand)

Leistungsgrenzen: Bei mehreren gleichzeitig laufenden Zapfstellen kann die Temperatur einbrechen

• Eine Nutzung von Solarthermie oder der Abwärme einer Wärmepumpe ist hier praktisch nicht möglich

Wann ist welche Lösung sinnvoll?

Die Wahl hängt stark von Gebäudetyp, Personenanzahl und Warmwasserprofil ab. In Ein- und Mehrfamilienhäusern mit mehreren Bädern und höherem Warmwasserbedarf ist eine zentrale Warmwasserbereitung mit Speicher in der Regel die komfortabelste und auf Dauer wirtschaftlichste Lösung – insbesondere, wenn Solarthermie, wassergeführte Holzöfen, oder eine Wärmepumpe eingebunden werden können. Eine gut ausgelegte Solarthermieanlage kann dabei im Jahresmittel rund 50 bis 60 Prozent des Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung solar decken und senkt so sowohl Heizkosten als auch CO₂-Emissionen deutlich.

Warmwasser-Wärmepumpen sind eine attraktive Option, wenn eine effiziente, strombetriebene Warmwasserbereitung gewünscht wird, die sich unabhängig von der Heizung betreiben und gut mit Photovoltaik kombinieren lässt. Elektrische Durchlauferhitzer spielen ihre Stärken dort aus, wo der Bedarf punktuell ist, wenig Platz vorhanden ist oder einzelne Zapfstellen weit von der Heizzentrale entfernt liegen. Typische Beispiele sind kleine Wohnungen, Gäste-Bäder, Hobbyräume oder eine weit entfernte Einzelzapfstelle, bei der die Leitungsverluste einer zentralen Lösung überwiegen würden.

Praxis-Tipp von Philipp Peters (Konrad Peters Nachf. GmbH)

In der Praxis lohnt es sich, zunächst den tatsächlichen Warmwasserbedarf, die vorhandene Heiztechnik und mögliche erneuerbare Quellen wie Solarthermie oder Photovoltaik zu prüfen. Steht ohnehin eine Heizungsmodernisierung an, ist eine gut geplante zentrale Warmwasserbereitung mit Speicher – möglichst mit solarer Unterstützung oder einer effizienten Warmwasser-Wärmepumpe – meist die zukunftsfähigste und klimafreundlichste Lösung. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, zentrale und dezentrale Systeme zu kombinieren, etwa wenn eine einzelne Zapfstelle sehr weit vom Speicher entfernt liegt. Für eine fundierte Entscheidung helfen Verbrauchsdaten, Kostenvergleiche und Beratungsangebote.

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