

„Lohnt sich ein Heizungstausch überhaupt noch, wenn wir nicht wissen wohin sich die Preise entwickeln?“ Diese Frage hören wir in Beratungsgesprächen regelmäßig. Die aktuellen Auswertungen von co2online und dem Heizspiegel (Stand 09/2026) geben darauf eine ziemlich klare Antwort: Die Heizkosten haben sich nach der Energiekrise nicht normalisiert, sondern bleiben auf hohem Niveau. Und je nach Heizsystem gehen die Kosten in den kommenden Jahren deutlich auseinander.

Beginnen wir beim Verbrauch. Der witterungsbereinigte Heizenergieverbrauch privater Haushalte lag 2002 noch bei rund 150 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Bis etwa 2010 ist er spürbar gesunken. Seitdem bewegt er sich aber fast unverändert zwischen 115 und 125 kWh. Mit 115 kWh im Jahr 2025 liegt der Wert zwar am unteren Rand, von einem echten Fortschritt kann man nach 15 Jahren Stillstand aber nicht sprechen. Aus unserer Sicht zeigt das deutlich, dass die großen Einsparungen nicht durch Sparsamkeit im Alltag entstehen, sondern durch Maßnahmen an Gebäude und Anlagentechnik.
Auch bei den Kosten ist die Lage eindeutig. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 130 m² liegt die Prognose für 2026 bei 2.745 € mit Heizöl, 2.055 € mit Fernwärme, 1.930 € mit Erdgas und 1.740 € mit Holzpellets. Mit einer Wärmepumpe sind es 1.300 €. Das heißt: Wer heute noch mit Öl heizt, zahlt im Vergleich zur Wärmepumpe rund 1.400 € mehr im Jahr. Gegenüber Erdgas sind es immerhin noch gut 600 €. Besonders auffällig ist der Sprung beim Heizöl, das gegenüber dem Vorjahr noch einmal deutlich zugelegt hat.
Bei einer 70 m² großen Wohnung im Mehrfamilienhaus zeigt sich dasselbe Bild, nur in kleinerem Maßstab. Hier liegen Fernwärme mit 1.310 € und Heizöl mit 1.275 € vorne, gefolgt von Erdgas mit 1.120 € und Holzpellets mit 860 €. Die Wärmepumpe kommt auf 735 €. Das ist für Vermieter und Eigentümergemeinschaften ebenso relevant wie für Mieter, die die Heizkosten am Ende über die Nebenkostenabrechnung tragen.

Noch interessanter wird es beim Blick in die Zukunft. Die Prognose über 20 Jahre für ein Einfamilienhaus zeigt, dass Heizen mit Öl und Gas deutlich teurer werden dürfte. Hauptgrund ist der steigende CO₂-Preis. Bis 2045 könnten die jährlichen Heizkosten mit Heizöl auf rund 5.000 € steigen, mit Erdgas auf über 4.000 €. Wer auf „grüne“ Gase wie Biomethan oder Wasserstoff im bestehenden Gaskessel setzt, muss laut Prognose sogar mit 5.000 bis 6.000 € im Jahr rechnen. Die Wärmepumpe bleibt im selben Zeitraum bei rund 1.300 bis 1.500 € pro Jahr, egal ob als Luft-Wasser- oder Erdwärmepumpe. Wichtig ist: Es handelt sich um Prognosen. Politische Entscheidungen und wirtschaftliche Entwicklungen können die Zahlen verändern. Der Trend ist aber eindeutig.

Und die Heizung ist nur ein Teil der Rechnung. Nach Berechnungen von co2online ließen sich 41 % der Heizkosten in Deutschland einsparen, wenn 90 % der Wohngebäude saniert würden. Das wären rund 24 Milliarden Euro von insgesamt 60 Milliarden Euro Heizkosten pro Jahr. Gleichzeitig würden die CO₂-Emissionen um 42 % sinken, also um 51 von 122 Millionen Tonnen jährlich. Dafür braucht es nicht immer eine Komplettsanierung. Schon eine gedämmte oberste Geschossdecke, größere Heizkörper in kritischen Räumen oder ein sauberer hydraulischer Abgleich bringe große Einsparpotenziale mit.
Was bedeutet das für die Praxis? Unsere Erfahrung bei der Konrad Peters Nachf. GmbH in Bad Lippspringe: Die Entscheidung für ein neues Heizsystem sollte nicht nur nach den Anschaffungskosten getroffen werden. Entscheidend sind die Betriebskosten über die gesamte Laufzeit. Und die liegen bei einer gut geplanten Wärmepumpe deutlich unter denen von Öl und Gas. Voraussetzung ist allerdings eine saubere Planung mit Heizlastberechnung, passenden Heizflächen und einer sorgfältigen Einregulierung. Nur dann erreicht die Anlage im Alltag auch die Werte, die in solchen Vergleichen angesetzt werden.
Wenn Sie im Hochstift überlegen, Ihre Heizung zu modernisieren und wissen möchten, welche Heizung zu Ihrem Gebäude passt, dann beraten wir Sie gerne persönlich und transparent.
Sie erreichen uns telefonisch unter 05252-4252 oder per Mail an info@heizung-peters.de.
Konrad Peters Nachf. GmbH
Am Vorderflöß 27
33175 Bad Lippspringe